Die Science Fiction-Leidenschaft des 1959 als Sohn deutsch-ungarischer Eltern geborenen Michael Nagula begann früh: Schon als Kind bevorzugte er die fantastische Literatur und Comics. Im Jahr 1973 entdeckte er an einem Kiosk das Heft Nummer eins der dritten PERRY RHODAN Auflage.
Beim Lesen blieb es nicht lange. Nagula gründete einen Fanclub, schrieb Leserbriefe und gab bald erste eigene Fan-Zeitschriften heraus. Seine Kontakte zur Szene wuchsen und schließlich brachte er es, noch keine 16 geworden, zu seiner ersten Veröffentlichung: William Voltz, damals der Chefautor der Serie, druckte einen seiner Artikel auf einer Leserseite ab, und eine wahre Flut weiterer Artikel folgte. Daneben begann Michael Nagula Heftromane zu schreiben, die in TERRA ASTRA und verschiedenen Gruselreihen erschienen.
Ab Ende der siebziger Jahre übersetzte Michael Nagula für Ullstein Romane und stellte Anthologien zusammen. Nebenbei studierte er Jura, Germanistik und Anglistik, bis die vielen Übersetzungsaufträge ihn gänzlich vereinnahmten.
In den neunziger Jahren avancierte Nagula zum Redakteur und Übersetzer der Marvel-Ausgabe, die im Condor-Verlag erschien. Insgesamt übertrug er während dieser Zeit stolze 31.300 Comicseiten ins Deutsche. 1996, zwanzig Jahre nach dem Start der erfolgreichen Karriere, entschied Michael Nagula sich, endlich wieder selbst zu schreiben. Im Oktober 2000 ergab sich auf der Frankfurter Buchmesse dann die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Chefredakteur Klaus Frick und Chefautor Robert Feldhoff, und mit Band 2088 ergab sich der Einstieg in die PERRY RHODAN-Heftserie.
Weitere Geschichten wurden für "Ren Dhark" und "Das Volk der Nacht" geschrieben, bei Droemer Knaur erschien sein Sachbuch über Tolkiens Welt, und neben weiteren Aufträgen gab Michael Nagula auch wieder eine Anthologie, mit Drachen als Thema, heraus.
Zusammen mit Frank Festa gründete Michael Nagula 2004 einen Verlag, der unter dem Label »Festa SF« Science Fiction vom Feinsten herausbringt.